Die acht Regeln
Der FKK-Knigge ist kürzer, als man denkt: Rücksicht in acht Sätzen, und die gelten am Badesee genauso wie in der Sauna oder beim Nacktwandern. Wer sich daran hält, fällt nicht auf, und genau darum geht es.
Handtuch unterlegen, immer
Auf jede Bank, jede Liege, jede Saunastufe gehört ein eigenes Handtuch. Die Regel, an der Neulinge zuerst erkannt werden, und die einzige, die wirklich jeder ernst nimmt.
Nicht starren
Blickkontakt ja, Mustern nein. Klingt banal, ist aber der ganze Unterschied zwischen einem entspannten Ort und einem unangenehmen.
Kamera bleibt weg
Fotografieren ist an FKK-Orten praktisch überall untersagt, auch ohne Schild und auch von der eigenen Begleitung. Wer ein Handy in der Hand hält, wird angesprochen, zu Recht. Aufnahmen anderer sind zudem ein rechtliches Problem, unabhängig von der Hausordnung.
Unterwegs gilt: anziehen können
Beim Wandern und Radfahren ist etwas zum Anziehen keine Kapitulation, sondern Ausrüstung. Bei Begegnungen, an Ortschaften und überall dort, wo jemand sonst Anstoß nimmt, ist die Sache in zehn Sekunden erledigt.
Textil und textilfrei nicht mischen
Im FKK-Bereich ausgezogen, im Textilbereich angezogen. Halb bekleidet in der Nacktzone zu stehen, ist der sicherste Weg, aufzufallen.
Abstand halten, grüßen
Platz ist reichlich da. An kleineren Seen und in Saunen wird gegrüßt, mehr Smalltalk muss nicht sein.
Kinder sind normal, Kommentare nicht
Familien gehören an vielen Orten dazu. Über Körper wird nicht gesprochen, über die von Kindern schon gar nicht.
Der peinliche Punkt, sachlich
Die Frage nach der Erektion stellt sich fast jeder Mann vorher. Es passiert selten, alle anderen ignorieren es, und wer sich unwohl fühlt, dreht sich um oder geht ins Wasser. Das ist die ganze Sache.
- Das erste Mal ohne allesSituationenTextilfreiWo anfangen, wann hingehen, die ersten fünf Minuten. Und was tatsächlich passiert.
- Sauna und ThermeSituationenTextilfreiDer leichteste Einstieg von allen. Zwei Handtücher, ein Band am Handgelenk, und fünf Zeilen Ablauf.
- Wandern ohne TaschenSituationenGilt für beidesDie eine Situation, in der Weglassen an eine Grenze stößt. Und die Begegnung, auf die es ankommt.
Kommentare
Noch keine. Deiner wäre der erste.